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Naturschutz ist zwar in vielen Ländern der
Erde bloß ein häufig strapaziertes Schlagwort, insbesondere
Politiker benützen für ihren PR Aufputz gerne den Naturschutz.
In Wahrheit ist es meist eine leere Versprechung, wenn sie ihr Eintreten
für den Naturschutz lautstark propagieren. Wenn es dann an die Umsetzung
des Naturschutzgedankens geht ist meist kein Geld dafür da oder es
werden bürokratische Hindernisse aufgebaut weil eine Interessenslobby
zum Beispiel eine Schaffung eines Naturparkes verhindern will. Oft ist
es dann dieselbe Lobby, welche den ursprünglich so für den Naturschutz
eintretenden Politiker massiv mit Wahlspenden unterstützt. Insbesondere
ist diese Vorgangsweise in Europa, Australien und Nordamerika "Gang
und Gäbe".
In Japan und in den meisten auftrebenden
Staaten Asiens verschwendet man von vornherein gleich keinen Gedanken
an den Naturschutz und geht gleich zur beliebigen Nutzung der Natur über.
Nachhaltigkeit ist in Asien anscheinend überhaupt unbekannt. Für
Naturschutz gibt es fast keine Lobby.
Etwas besser ist die Situation in Südamerika und Mittelamerika, wenngleich
dort die Korruption welche Naturschutzprojekte verhindert noch größer
ist, als etwa in Europa. Trotzdem muß gesagt werden, daß der
Naturschutzgedanke in Südamerika und vor allem in Mittelamerika und
der Karibik immer mehr Platz greift. Dieses Verdienst ist vor allem der
indigenen Bevölkerung zuzuschreiben, welche sich in zunehmendem Maße
emanzipiert und sich nicht mehr willenlos ausnutzen lässt.
In Afrika ist die Situation sehr unterschiedlich. Einige Staaten betreiben
eine vorbildliche Naturschutzpolitik und haben erkannt, daß damit
auch viel Geld verdient werden kann. Andererseits sind in einigen Staaten
Afrikas die schlimmsten Umweltverbrechen vorzufinden, es vielerorts auch
schon großflächige totale Naturzerstörung gegeben hat,
wo nicht einmal bescheidenste Sekundärnatur aufkommen kann.
In den Nachfolgestaaten der ehemaligen UDSSR ist die Situation ähnlich
wie in Afrika.
An Hand von willkürlich aufgezählten Beispielen aus aller Welt
soll verdeutlicht werden, daß das Eintreten von "Enviromental
NGO's" , lokaler Naturschutzorganisationen und deren Aktivisten sowie
meist in der Minderheit befindlicher lokaler Bevölkerungsteile für
den Naturschutz eine Geschichte von Frustration, Enttäuschung und
Wut ist, verbunden mit viel unbelohntem Engagement und Idealismus. Am
Ende bleiben oft nur Tränen der Ernüchterung. Wer im Naturschutz
arbeitet muß leidensfähig sein, einen unerschütterlichen
Optimismus haben und darf vor Allem niemals aufgeben. Hartnäckigkeit,
ja oft Sturheit und der unerschütterliche Glaube an das Ziel sind
Grundvoraussetzungen dafür, daß gelegentlich doch ein Erfolgserlebnis
zu haben ist. Auch als Einzelkämpfer kann man erfolgreich sein, wenngleich
es meist eine nervenaufreibende Sache ist für den Erhalt der Natur,
der Tier und Pflanzenwelt zu kämpfen.
A.) Gleich zu Beginn soll in Erinnerung gerufen werden, daß es auch
Beispiele giebt, wo sich Vertreter aus allen Bevölkerungsschichten,
getragen von der sympatischen Unterstützung eines Großteiles
des Volkes gegen die gesamte Regierung, gegen eine mächtige Industrielobby
und gegen den Gewerkschaftsbund durchgesetzt haben. Hainburg hieß
das Unternehmen. Hainburg ist inzwischen nicht nur in Österreich
ein Synonym fur erfolgreichen Wiederstand gegen rücksichtslose Naturzerstörung
geworden. Es ist auch ein Beispiel dafür, daß mit relativ wenig
Geldmittel auf Seiten der Naturschützer, dafür aber mit viel
geschicktem Organisationstalent und entsprechendem Zusammenhalt der Kämpferinnen
und Kämpfer für die Natur ein gemmeinsames Ziel erreicht werden
kann. Der damalige Gewekschaftspräsident Benya sprach über die
Herrlichkeit der Hainburger Au nur abfällig von einem "Gelsengestüpp".
Sowas dokumentiert wohl nur die Gedankenwelt eines "Apparatschikhirnes"
und zeigt auf daß der Mann nichts begriffen hat. "Vergesst's
die Prügel nicht, wenn's in die Au fahrts und treibt's de Besetzer
aussi aus der Au" waren die Hetzparolen von Gewerschaftsfunktionären
in Weiz vor den Toren der "Elin" für die Arbeiter, welchen
man eine Angst um ihren Arbeitsplatz eingeredet hat. In allen Bundesländern
wurden Unterstützungskommitees von Seiten der Naturschützer
gegründet. So auch in der Steiermark, wo ich für die Finanzierung
zuständig war. Innerhalb von einigen Tagen konnten zehntausende Schillinge
durch Spenden aufgetrieben werden, welche vorwiegend für die Bezahlung
der Busse, die "campingwillige" Aktivisten nach Hainburg brachten,
verwendet wurden. Auf Schleichpfaden wurden sie in die "hermetisch"
von der Polizei abgeriegelte Au geschleußt. Durch Wochen waren tausende
Österreicher ständig in der Au, besetzten diese erfolgreich.
Weder eisige Kälte, noch tieffliegender Hubschrauberterror noch sonstige
Unbillen brachen den Widerstand. Zwei Einzelepisoden, welche mir unvergesslich
bleiben werden, sollen die damalige Stimmung und die Gefühle in ganz
Österreich wiedergeben. Viele Tage stand ich am Grazer Hauptplatz
mit Megafon und gab die neuesten Berichte aus der Au an die Grazer Bevölkerung
weiter. Wir hatten in der "Dezentrale" in unserem steirischen
Hauptqartier laufend Kontakt über ein damals geheimes Telefon inmitten
der Au, zu den Steirern in der Au. Es mussten ja auch die Rücktransporte
organisiert werden, viele hielten auf Grund der beissenden Kälte
nur eine Nacht aus, frische Besetzer mussten gefunden werden. Wir hatten
am Grazer Hauptplatz Solidaritätszelte aufgestellt, laufend kamen
Frauen und Männer und wollten bis spät in die Nacht hinein nach
Hainburg gebracht werden, suchten eine Mitfahrgelegenheit. Am Höhepunkt
der Besetzung als die Einschüchterung der Besetzer immer ärgere
Formen annahm schilderte ich einer Menschenansammlung von Naturschutzsympathisanten
diese unerquickliche Situation. Es war um Mitternacht, ein neuer Bus war
gerade abfahrbereit, als eine etwa 30 jährige junge Frau in feschem
"luftigem" Ballkleid vobeikam, meine Schilderung der dramatischen
Situation hörte und in heiligem Zorn sofort mitfahren wollte. Mit
Mühe und Not konnte ich sie von ihrem Vorhaben vorerst abhalten,
denn die Kleidung war alles andere als winterfest. Sie bestand darauf
noch diese Nacht nach Hainburg gebracht zu werden. Da die Frau nicht aus
Graz war und sie in kurzer Zeit nicht ihre eigenen Sachen holen konnte,
mussten wir Aktivisten von der Unterhose bis zum Anorak in richtiger Größe
des Nächtens und in kurzer Zeit auftreiben. Die junge Frau zog ihr
Ballkleid in der "Dezentrale" aus und schlüpfte in die
geliehene Winterkleidung. Um 3 Uhr in der Früh konnten wir sie in
einem Kleinbus mit anderen "frischen" Besetzern nach Hainburg
bringen. Zwei Tage später kam sie erschöpft zurück, war
glücklich ihren Beitrag geleistet zu haben tauschte Winterkleidung
gegen Ballkleid. Ihre müden aber strahlenden Augen nach den überstandenen
Strapazen werde ich nicht vergessen. Ich selbst konnte wegen einer damals
erst vor einiger Zeit überstandenen Nierenoperation nicht in die
Au fahren, was gut war, denn ich konnte in Graz wesentlich mehr zur Sache
beitragen als wenn ich mir dort eine Nierenbeckenentzündung geholt
hätte. So konzentrierte ich mich hauptsächlich auf das Spenden
sammeln. Und die Spenden flossen reichlich. Nicht selten war es, daß
auch ein Tausender dabei war. Die meisten Spender legten einen Hunderter
in den Spendentopf. Wir bekamen mehr Geld als wir erwarteten, so konnten
auch dringend benötigte Ausrüstungsgegenstände, wie z.B.Decken
und Funkgeräte angeschafft werden. Natürlich froren wir Aktivisten
am Grazer Hauptplatz jämmerlich, konnten aber doch uns immer wieder
in der "Dezentrale" - eigentlich damals unsere "Teezentrale"-
anwärmen. Eines Nachts kam eine alte Frau um etwa 23h zu unserem
frierenden Haufen mit einem großen Topf in der Hand und sagte "
ich bin schon über 80 Jahre alt und verstehe nicht wie man diese
schöne Natur zerstoren will. Ich habe leider nur eine so kleine Rente,
daß ich nichts spenden kann. Aber ich habe euch 2 Hendeln gebraten,
und die sind noch warm, weil ihr habts sicher einen Hunger, denn ich sehe
euch schon viele Tage hier stehen, wenn ich vorbeikomme". Wir waren
alle ob dieser Liebenswürdigkeit so beschämt, bekamen feuchte
Augen vor Freude. Selten hat uns eine Mahlzeit so geschmeckt als damals.
Natürlich gab es hin und wieder Leute welche uns beschimpften. Als
ältester unserer Aktivistengruppe habe ich versucht diese Menschen
zu beruhigen und ihnen unseren Standpunkt klarzulegen. Einigemale mit
Erfolg, meist jedoch nicht. Kommentare wie "ihr gehörts ja vergast"
oder "euch sollte die Feuerwehr wegspritzen, ihr gehörts in
ein Arbeitslager" waren auch zu hören, dazu ist ja nichts mehr
zu sagen. Alle Mühe und aller Aufwand hat sich gelohnt. Die Hainburger
Au ist heute ein Nationalpark und Österreich ist stolz darauf.
Ja cireta
Kaiserwald
Guadeloupe Dominika
Madagaskar
zu wenig Geld
Viele Naturschutzgebiete am Papier Realität ist anders
Beispiele Plitwitze rüchsichtslose Vermarktung.
Hainburg Politik und E Wirtschaft eine Hürde
NP Hohe Tauern verschiedene Interessen verhinderten Jahrzehntelang
Jäger Gemeinden, Bauern
E-Masten 380KV Leitung Atomwirtschaft
Naturschutzgebiete am besten durt wo kein
wirtschaftlicher Nutzen (Sierra serroche)
Bergbau Naturzerstorer
Negativ Venezuela NP Caparo, Argentinien Jacireta Ibera
Positiv Kenya, Dominika, Guadeloupe
Kriege, Elfenbeinhandel aus Naturschutzgebieten
TCM Naturplünderer
Landschaftsverschandelung durch Tourismus
und Müll (Tunesien,Malediven)
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