b.) Artenschutz

Hier muss zuerst zwischen allgemeinem Artenschutz und speziellem Artenschutz durch CITES unterschieden werden.


I.) Der allgemeine Artenschutz widmet sich dem Schutz aller gefährdeten Arten, unabhängig aus welchen Gründen eine Gefährdung gegeben ist. In vielen Ländern werden regelmäßig Listen gefährdeter Arten veröffentlicht, laufend ergänzt und auf den neuesten Stand gebracht. Darüber hinaus gibt es das "Red Data Book", in dem alle gefährdeten Arten aufgelistet sind. Es werden mehrere Gefährdungsstufen angeführt: Wenig gefährdet, angegriffen, stark gefährdet und nahe am Aussterben.


II.) Der spezielle Artenschutz durch CITES beschäftigt sich mit jenen Exemplaren (CITES versteht unter Exemplaren immer Tiere und Pflanzen), welche direkt durch den Handel bzw. durch die direkte Entnahme aus der Natur bedroht sind - dies immer zum profitablen Nutzen des Menschen. Wenn 70% der Naturzerstörung auf die indirekte Zerstörung zurückzuführen sind (Gewässerverschmutzung, Luftverpestung, Bodenvergiftung usw.), so sind die restlichen 30% der Naturzerstörung eben auf die direkte Entnahme zurückzuführen (Walfang, Tropenholzhandel, Reptillederhandel usw.). Um der zunehmenden Artengefährdung durch zügellose Naturentnahme Einhalt zu gebieten, wurde CITES (Convention of International Trade in Endangered Species of wild fauna and flora) 1973 geschaffen. Heute (März 2007) haben diese Konvention 169 Staaten der Erde in ihr nationales Gesetz übernommen. CITES wird im Rahmen der Vereinten Nationen (UNO) umgesetzt und stellt weltweit das wichtigste Gesetz dar, welches zur Artenerhaltung schlussendlich mit Erfolg beiträgt. Ohne CITES wären viele Arten wohl schon ausgerottet worden. Natürlich ist CITES verbesserungswürdig und könnte noch wesentlich effizienter Wirkung zeigen. Entscheidend ist aber immer noch, wie die einzelnen Staaten diese Konvention mit all ihren Regeln und Empfehlungen auch tatsächlich umsetzen. Der Grundgedanke von CITES ist absolut in Ordnung, siehe dazu Ausführliches unter www.cites.org. Alle 2 1/2 Jahre werden die Regeln und die Auflistungen der unter CITES geschützten Arten den aktuellen Gegebenheiten angepasst.

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Josef SCHMUCK, Delegierter von Österreich bei CITES 1985 in Buenos Aires (Argentinien)

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Shirley McGREAL (Chairwoman IPPL), Bill CLARKE (Israel) und Josef SCHMUCK (DCSP) bei CITES 1987 in Ottawa (Canada)

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Schulkinder demonstrieren für den Schutz von Loxodonta afrikana bei CITES 1990 in Lausanne (Schweiz)

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Plenumssitzung im großen Konferenzsaal bei CITES 1992 in Kyoto (Japan)

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Com.I-Sitzung im großen Konferenzsaal bei CITES 1994 in Fort Lauderdale (USA)

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Folklorevorführung am Staatsempfang bei CITES 1997 in Harare (Zimbabwe)

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Maja SCHMUCK (DCSP) und Josef SCHMUCK (DCSP)  bei CITES 2000 in Gigiri-Nairobi (Kenya)

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Miguel Angel TRIVELLI JOLLY (Chile) und Maja SCHMUCK bei CITES 2002 in Santiago de Chile (Chile)

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Maja SCHMUCK tanzt mit Minister Suwit KHUNKITTI am Staatsempfang bei CITES 2004 in Bangkok (Thailand)

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Josef SCHMUCK (DCSP) und Werner KAMMEL (DCSP) bei CITES 2007 in Den Haag (Holland)

Daß die Umsetzung von CITES von vielen Interessenlobbys sabotiert wird, liegt auf der Hand. Jede Person, welche nur einmal an einer Artenschutzkonferenz teilgenommen hat, kann davon ein Lied singen. Dies liegt auch daran, daß viele jener Naturnutzer noch immer nicht begriffen haben - "Ausrotten heißt unwiederbringlich verloren". Oder noch mehr ökonomisch gesagt, "eine Kuh kann man nur solange melken, solange sie noch lebt". Nachhaltige Nutzung ist zu bejahen, eine rücksichtslose, nur profitorientierte Naturplünderung ist striktest abzulehnen, nicht nur aus ethischen, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen.

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Josef Schmuck mit vom Zoll beschlagnahmten Orchideen aus Thailand

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Maja Schmuck mit vom Zoll beschlagnahmtem Graupapagei aus Italien

Sowohl dem allgemeinen Artenschutz, als auch jenem durch CITES ist eines gemein: Unter Arten versteht man immer Tiere und Pflanzen. Artenschutz, gleich welcher Art, schließt immer den Naturschutz bzw. den Erhalt des entsprechenden Biotops mit ein. Artenplünderung ist auch mehrheitlich mit Tierquälerei verbunden. Meist geht eine Biotopzerstörung ebenfalls anher. Das ökologische Gleichgewicht wird meist empfindlich und nachhaltig zerstört. Die Verwüstung der Landschaft ist sehr oft die Folge. Ein Artenschutz ohne Naturschutz ist auf Dauer nicht möglich. Zoologische und botanische Gärten sind nur Hilfsinstrumente für den Artenschutz, niemals ein Ersatz für den dauerhaften Fortbestand einer Art. Der dauerhafte Artenschutz hat daher, da er den Naturschutz, den Tierschutz, den Biotopschutz, den Pflanzenschutz und den Umweltschutz bedinglich voraussetzt, den größten Stellenwert für die Menschheit überhaupt. Schlußendlich ist Artenschutz auch Menschenschutz.

Wer den Artenschutz aufgibt, gibt die Menschheit auf.

A R T E N S C H U T Z    =     N A T U R S C H U T Z
A R T E N S C H U T Z    =     U M W E L T S C H U T Z
A R T E N S C H U T Z    =     B I O T O P S C H U T Z
A R T E N S C H U T Z    =     T I E R S C H U T Z
A R T E N S C H U T Z    =     P F L A N Z E N S C H U T Z
ARTENSCHUTZ     =     MENSCHENSCHUTZ